Ein Beitrag unseres Experten zum Thema Allgemein | 23. Februar 2013

Gartenzaun selber bauen: Worauf muss man achten?

Der Frühling ist der ideale Zeitpunkt, um einen Gartenzaun zu bauen, denn dann muss man noch wenig Rücksicht auf die Bepflanzung nehmen. Aber natürlich kann man solch ein Projekt auch zu anderen Zeiten realisieren. Was man dafür braucht, wie es funktioniert und worauf mach achten sollte, wird hier am Beispiel Maschendrahtzaun erklärt.

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Der Mensch und sein Zaun

Es liegt in der Natur des Menschen, seinen Besitz gegenüber dem von anderen sichtbar abzugrenzen. Neben der Hecke ist der Gartenzaun dafür wohl eine der ältesten Varianten. Aber ein Zaun grenzt nicht nur ab, er gibt dem Grundstück einen repräsentativen Rahmen, hält spielende Kinder und Tiere drinnen und ungebetene Gäste draußen. Kurz: Er schützt Mensch und Immobilie und sieht dabei auch noch schick aus.

Und heutzutage gibt es ihn in unzähligen Arten, Farben und Formen: vom klassischen Maschendrahtzaun bis zum Highendprodukt mit elektrischem Tor und Sprechanlage. Sind derartige technische Raffinessen nicht gewünscht, kann man seine persönliche Grundstücksbegrenzung jedoch in der Regel leicht selber bauen. Was man dafür braucht, wie es funktioniert und was man beim Bauen beachten sollte, dass wird im Folgenden am Beispiel eines Maschendrahtzaunes erläutert.

Vorteile von Maschendrahtzäunen

Der Maschendrahtzaun ist ganz klar ein echter Klassiker. Vor allem für große Grundstücke bietet er eine gute und günstige Möglichkeit der Einfriedung, die auch noch schnell in Eigenregie realisierbar ist. Die Vorteile von mit Kunststoff ummantelten Maschendrahtzäunen liegen auf der Hand:
  • rostfrei
  • langlebig
  • stabil
  • dauerhaft farbbeständig
Der Handel bietet hier zahlreiche Komplettsysteme, die bereits alle nötigen Materialien enthalten.

Was es für den Zaunbau braucht

Wer will, kann sich seinen Zaun aber natürlich auch selbst zusammenstellen. Dann benötigt man auf jeden Fall folgende Dinge:
  1. das Maschendrahtgeflecht in ausreichender Länge
  2. Zaunpfähle
  3. entsprechendes Befestigungsmaterial
  4. Drahtspanner oder Spannkamm.
  5. Spaten
  6. Zollstock
  7. einige Meter Schnur
  8. Wasserwaage
  9. eventuell Beton

So baut man den klassischen Maschendrahtzaun auf

Zaunverlauf festlegen

Als erstes werden nun der Zaunverlauf und die Position der Zaunpfosten festgelegt. Dazu benötigt man den Zollstock. Tipp: Spannt man dann entlang der festgelegten Linie eine Richtschnur, behält man während des Arbeitens ganz einfach die Orientierung. Der Abstand zwischen den einzelnen Pfosten sollte nicht mehr als zwei oder drei Meter betragen. Wer sich entschlossen, hat diese fest zu betonieren, hebt nun Löcher von circa 40 bis 50 Zentimeter Tiefe aus und befestigt darin die einzelnen Zaunpfosten mithilfe von erdfeuchtem Beton.Gartenhelden-Shop_DE:/blog/ThemenBlog/BlogPosts/0138_Gartenzaun_bauen/Maschendrahtzaun selbst bauen.jpg Gleich im Anschluss sollte man bei jedem Pfosten mit der Wasserwaage nachprüfen, ob dieser gerade steht und eventuell dessen Position anpassen.

Befestigungspfosten überprüfen

Danach müssen die Betonfundamente etwa eine Woche aushärten. Wer schneller vorankommen und sich das Betonieren sparen möchte, kann alternativ sogenannte Bodenanker oder Bodeneinschlaghülsen verwenden. Aber Achtung: Schon beim Zusammenstellen des Materials muss in diesem Fall geprüft werden, ob das entsprechende System solch eine Möglichkeit bietet.

Natürlich muss man auch bei diesen beiden Befestigungsvarianten prüfen, ob die Pfosten gerade stehen, sonst wirkt sich das nachher auf den ganzen Zaun aus. Wer ein System mit Montageschienen verwendet, sollte zudem sicherstellen, dass jeweils die richtige Seite des Pfostens nach außen zeigt. Die letztendliche Pfostenhöhe beträgt idealerweise etwa sieben Zentimeter mehr als die des Zaungitters.

Zaungitter montieren

Beim Maschendrahtzaun wird das Zaungitter meist aufgerollt geliefert. Das ist praktisch, denn so kann es nach der Montage der Pfosten einfach an ihnen entlang ausgerollt und montiert werden. Zu guter Letzt den Zaun noch mit einem Spannkamm oder einem Drahtspanner in ausreichendem Maße auf Spannung bringen, um der ganzen Konstruktion Stabilität zu verleihen.

Auch Holzzäune oder metallene Stabgitterzäune lassen sich nach einem ähnlichen Prinzip bauen. Der größte Unterschied besteht dabei in der Montage der einzelnen Zaunelemente, die wesentlich aufwendiger ist als beim Maschendrahtzaun und in der Regel den Einsatz von mehr Werkzeugen und größeres handwerkliches Geschick nötig macht.

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